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Grundprinzipien

Grundvoraussetzungen für den Erhalt einer Arbeitserlaubnis

Um für nicht-thailändische Staatsbürger eine Arbeitserlaubnis zu erhalten, müssen thailändische Unternehmen mehrere Grundvoraussetzungen erfüllen. Die Reglungen finden auf alle Gesellschaftsarten Anwendung. Es gibt jedoch einige Vorschriften, die für Unternehmen, welche eine Investitionsförderung durch das Board of Investment erhalten haben, gelockert sind. Wie man solch eine Förderung erhält, erfahren Sie im Abschnitt Investieren in Thailand.

Generell muss jedes thailändische Unternehmen, dass einen ausländischen Staatsbürger einstellen möchte, mehrere Voraussetzungen erfüllen. Zu diesen gehören eine Mindestkapitalhöhe, Mindestquote an thailändischen Arbeitnehmern, Mindestgehalt für ausländische Arbeitnehmer, sowie lückenlose und aktuelle Unterlagen.

Mindestkapitalanforderungen

Thailändischen Unternehmen, die ausländische Staatsbürger einstellen wollen, müssen mindestens 2,000,000 Thai Baht an Kapitaleinlagen pro ausländischen Staatsbürger, für den eine Arbeitserlaubnis benötigt wird, vorweisen. So muss zum Beispiel ein thailändisches Unternehmen, das zwei ausländische Staatsbürger einstellen möchte, 4,000,000 Thai Baht an Gesellschaftskapital besitzen. Bitte beachten Sie, dass im Falle einer Standard-Thai Gesellschaft das Kapital vollständig eingezahlt sein muss.

Es gibt zwei Möglichkeiten, von dieser Regelung abzuweichen. Sollte der ausländische Antragssteller mit einem thailändischen Staatsbürger verheiratet sein, verringert sich die Mindestkapitalanforderung auf 1,000,000 Thai Baht für die Arbeitserlaubnis. Die Voraussetzungen für andere Arbeitserlaubnisse ändern sich nicht. Die zweite Möglichkeit ist die Förderung durch das Board of Investment, wodurch die Mindestkapitalanforderung komplett entfällt.

 

Anteil von thailändischen zu ausländischen Mitarbeitern 

Thailändische Unternehmen die ausländische Staatsbürger einstellen möchten, müssen eine gewisse Quote von thailändischen Mitarbeitern aufweisen. Die Mindestanzahl an thailändischen Arbeitnehmern für eine Arbeitserlaubnis beträgt vier. So muss zum Beispiel ein Unternehmen, welches zwei ausländische Staatsbürger einstellen möchte, mindestens acht thailändische Angestellte haben. Die Anzahl thailändischer Angestellter wird durch die Anzahl von zur Sozialversicherung angemeldeten Angestellten ermittelt.

Auch hier gibt es zwei wichtige Ausnahmen. Für thailändische Unternehmen, die kürzer als ein Jahr vor Antragsstellung eingetragen worden sind, reduziert sich Mindestanzahl von thailändischen Angestellten auf zwei. Analog zur Mindestkapitalanforderung entfällt auch der Mindestanteil von thailändischen Angestellten für ein durch das Board of Investment gefördertes Unternehmen.

Mindestgehalt

Obwohl durch den Foreign Working Act keine Mindestanforderungen an das Gehalt eines ausländischen Staatsbürgers gestellt werden, gibt das Immigration Department eine Liste mit Mindestlöhnen für nicht-thailändische Angestellte, die ihr Visum verlängern wollen, heraus. Der Mindestlohn ist in Bruttogehalt pro Monat angegeben und hängt von der jeweiligen Nationalität ab:

  • Australien, Kanada, Japan, Vereinigte Staaten von Amerika, Westeuropa: 50,000 Thai Baht pro Monat
  • Hong Kong, Südkorea, Singapur, Taiwan: 45,000 Thai Baht pro Monat
  • Asien (mit Ausnahme von Japan, Südkorea, Singapur, Taiwan, Hong Kong, Kambodscha, Myanmar, Laos und Vietnam), Osteuropa, Russland, Südafrika, Zentral- und Südamerika: 35,000 Thai Baht pro Monat
  • Afrika (mit Ausnahme von Südafrika), Kambodscha, Myanmar, Laos und Vietnam: 25,000 Thai Baht pro Monat

Unternehmen, welche durch das Board of Investment gefördert werden, sind von diesen Anforderungen ausgenommen.

Rechtliche Dokumentation

Thailändische Unternehmen, die eine Arbeitserlaubnis für einen ausländischen Mitarbeiter beantragen wollen, müssen ihre rechtliche Dokumentation vollständig und auf dem neusten Stand haben. Die zuständigen Behörden fordern vor allem Nachweise über die ordnungsgemäße Entrichtung der Mehrwertsteuer, andere steuerrechtliche Angelegenheiten sowie die Anmeldung aller Mitarbeiter bei der Sozialversicherung.

Verstöße und rechtliche Folgen

Arbeiten ohne Arbeitserlaubnis ist ein ernsthaftes Verbrechen. Sowohl der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer müssen bei Verstößen mit zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Ausländische Staatsbürger, die sich Verstößen der Arbeitsregelungen schuldig machen (d.h. arbeiten ohne Arbeitserlaubnis), müssen mit Haftstrafen von bis zu fünf Jahren sowie Geldstrafen von bis zu 100,000 bzw. nicht unter 2,000 Thai Baht rechnen. Arbeitgeber, die ausländische Staatsbürger ohne Arbeitserlaubnis anstellen, müssen mit Geldstrafen von bis zu 100,000 bzw. nicht unter 10,000 Thai Baht rechnen. Des Weiteren müssen ausländische Inhaber einer Arbeitserlaubnis die, in dieser festgelegten, Auflagen befolgen. Im Fall eines Verstoßes gegen diese Auflagen muss mit einer Geldstrafe von bis zu 20,000 Baht gerechnet werden. Arbeitgeber, die einem ausländischen Angestellten erlauben,  gegen Auflagen seiner Arbeitserlaubnis zu Verstoßen, müssen mit Geldstrafen von bis zu 10,000 Thai Baht rechnen.

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